schwerpunkte
Betreuung und Beratung
- Flächendeckende, in den Ortschaften vorhandene Mütterberatungsangebote.
- Ausbau von Angeboten der Frühprävention und Frühförderung, Altersgruppe 0 bis 6 Jahre.
- Recht auf Kindergartenplatz von Geburt an in Wohnortnähe
- Kostenlose und nachfrageorientierte Kinderbetreuungsangebote von 0 bis 14 Jahre
mit professionellen Standards.
- Individuelle Schüler/-innenförderung (starke/schwache) durch Lehramtsstudenten,
u. a. an Berufskollegs
- Flächendeckende Angebote der verbandlichen und kommunalen offenen Kinderund
Jugendarbeit.
- Gezielte, professionelle Förderung der Sozialkompetenz an allen Schulen – z.B.
durch den Ausbau der „Orte des sozialen Lernens“. - Qualifiziertes, leicht zugängliches und bedarfsgerechtes Angebot an sozialen
Beratungsdiensten für z.B. Drogen, Sucht, Schulden, Erziehungs-, Pflege- und
Lebensberatung ohne lange Wartezeiten.
- Stärkung und Ausbau des Schulpsychologischen Dienstes.
- Gebührenfreiheit von der Kita bis zum Studium.
- Kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Kindertageseinrichtungen und
Ganztagsschulen (keine Ausgrenzung Bedürftiger).
- Abstimmung der Betreuungsangebote unterschiedlicher Träger, u.a. bei
Kindertagestätten und Offenen Ganztagsschulen.
- Sicherstellung einer Ganztagsbetreuung, die den tatsächlichen Bedarfen der Eltern
entspricht. Sicherstellung der Betreuung während der Ferien und außerhalb der
üblichen Geschäftszeiten.
- Aufrechterhaltung bzw. Weiterentwicklung der Professionalisierung in der
Kinderbetreuung. Kein Abbau von pädagogischem Fachpersonal zugunsten von
nicht professioneller Tagespflege.
- Einhaltung des Subsidiaritätsgrundsatzes, wo Aufgaben bei Freien Trägern gemäß
guten fachlichen Standards und kostengünstig wahrgenommen werden können.
Auf die gestiegenen Anforderungen an Beratungsdienste im Rahmen von Kindeswohlgefährdung und Notwendigkeit der Früherkennung von Problemlagen müssen adäquate Strukturen entwickelt und angemessen qualifiziertes Personal vorgehalten werden.
Die in den letzten vier Jahren reduzierten Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien müssen orientiert an den neuesten Entwicklungen wieder bedarfsgerecht aufgebaut werden.
Durch ein Außenstellenkonzept des Regionalen Sozialen Dienstes wurden im Jahr 2007 ortsnahe Beratungsangebote aus rein fiskalischen Gründen ortsfern zentralisiert. Durch die immer schlechter werdenden ÖPNV und SPNV-Verbindungen werden hier Barrieren aufgebaut, die Früherkennung durch niederschwelligen Zugang verhindern.
Betreuung und Beratung sollte in der Regel professionell organisiert sein. Notwendige professionelle Arbeit darf nicht durch das Ehrenamt ersetzt werden. Da wo Ehrenamt die örtliche Gemeinschaft gestaltet, muss das Ehrenamt Unterstützung finden.

