Aktuell
27 | 12 | 2009
Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels thematisiert
SPD will Anreize für die Wiedernutzung leergefallenen Wohneigentums
- Kreis Siegen-Wittgenstein. In den Haushalt des Kreises Siegen-Wittgenstein für das Jahr 2010 soll als weiteres Projekt die „Bewältigung des demografischen Wandels“ aufgenommen werden. Das fordert die SPD-Kreistagsfraktion für die morgen (18. Dezember 2009) stattfindende Sitzung des Kreistages, in der über den neuen Haushalt beraten und entschieden wird.
Eine Folge des ums sich greifenden demografischen Wandels ist eine zunehmende Zahl leer stehender Wohngebäude auch in unserer Region. Von dieser Entwicklung besonders betroffen sind Wohnlagen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich, die als eher unattraktiv gelten. „Falls hier in den kommenden Jahren nicht konsequent gegengesteuert wird, sehen wir die Gefahr, dass die gesellschaftliche und soziale Lebensfähigkeit einzelner Dörfer und Stadtquartiere sukzessive gefährdet wird“, begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler die Initiative seiner Fraktion.
Der Antrag der Sozialdemokraten sieht vor, dass der Landrat im ersten Halbjahr 2010 – in enger Zusammenarbeit mit den politischen Gremien – ein entsprechendes Maßnahmenpaket schnürt, über das der Kreistag dann im Juni entscheidet. „In diesem Kontext müssen insbesondere auch Anreize für die Wiedernutzung leerstehenden Wohneigentums geschaffen werden“, fügte Michael Sittler hinzu.
Der SPD-Kreistagsfraktion schwebt hier etwa die Gewährung verlorener Zuschüsse oder auch zinsloser Darlehen vor. „Eine Förderung darf es aber nur für eigengenutzten Wohnraum in leerstehenden Ein- oder Zweifamilienhäusern geben“, konkretisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Die genauen Rahmenbedingungen seien noch zu definieren. Michael Sittler wies abschließend auf ein ähnlich gelagertes Projekt der Stadt Siegen hin, das recht gut angelaufen sei, und fügte hinzu: „Wir halten es für wichtig, dass jetzt auch der Kreis dieses wichtige Thema aufgreift und eine eigene Initiative startet. Die einschlägigen Bemühungen der Stadt Siegen würden dadurch auf sinnvolle Weise ergänzt.“
gez. Helga Schwarz-Schumann (MdL)
Pressesprecherin
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