Aktuell
10 | 07 | 2010
Tierheim benötigt mehr gesellschaftliche Unterstützung
SPD-Kreistagsfraktion besuchte Tierheim am Heidenberg
- Siegen. "Das Siegener Tierheim ist von großer Bedeutung für die ganze Region. Es braucht dringend mehr gesellschaftliche Unterstützung“, so das Fazit des Vorsitzen-den der SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein, Michael Sittler, nach einem Besuch der wichtigen Einrichtung am Siegener Heidenberg.
Die SPD-Kreistagsfraktion hatte das Tierheim kürzlich besichtigt und sich von der Leiterin, Sabine Schneider, über Ausstattung und Unterbringungsmöglichkeiten informieren lassen. Dabei wurden auch aktuelle Auslastungszahlen und die Probleme des „Tierschutzvereins Siegen und Umgebung e. V.“, der Träger des Tierheims ist, diskutiert. Es wurde deutlich, dass es dem Verein immer schwerer fällt, den jährlichen Finanzbedarf von rund 500.000 € zu decken. Dabei stellen die von den Städten und Gemeinden des Kreises gezahlten Zuschüsse einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag dar. Neuinvestitionen und die Instandhaltung der baulichen Anlagen können aber im Wesentlichen nur aus Spenden und aus den von den regionalen Gerichten zugunsten des Tierheims festgesetzten Geldbußen finanziert werden. „Gerade in diesem Bereich ist aber“, wie Sabine Schneider berichtete, „ein erheblicher Rückgang festzustellen.“ So sank das Einnahmevolumen aus Geldbußen im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 25.000 €.
"Der Tierschutzverein und das Tierheim sind angesichts dieser Situation auf breitere Unterstützung angewiesen und benötigen mehr Menschen, die sich engagiert für die Sache einsetzen", meinte SPD-Kreistagsabgeordnete Anne Heimann, die den Besuch ihrer Fraktion im Tierheim angeregt hatte. Die SPD-Kreistagsfraktion hält es für wünschenswert, dass mehr Privatpersonen den Verein unterstützen, etwa auch indem sie bei den regionalen Unternehmen für eine größere Spendenbereitschaft zugunsten des Tierheims werben. "Für höhere kommunale Zuschüsse", das machte Michael Sittler aber ebenso deutlich, „besteht leider angesichts der angespannten Finanzlage der Kommunen kein Spielraum.“ In Anbetracht der hohen Auslastungszahlen des Tierheims und der ordnungsbehördlichen Verpflichtungen der Städte und Gemeinden würden die kommunalen Zuschüsse aber andererseits eine verlässliche und unverzichtbare Einnahmequelle darstellen, die eine gute Basis für den Regelbetrieb des Tierheims biete.
Die an Sabine Schneider überreichte Geldspende der SPD-Kreistagsfraktion „stellt“ - so machte Fraktionschef Michael Sittler abschließend deutlich – „angesichts des finanziellen Gesamtbedarfs sicherlich nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar, sollte aber zugleich ein Mosaikstein in einem großen Gebilde sein, an dem möglichst viele Menschen und auch Unternehmen der Region gemeinsam arbeiten.“
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