Renate Stolz für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Die erste Preisträgerin der Schmidt-Nienhagen-Medaille, Renate Stolz, mit Mitgliedern der Kreistagsfraktion.

Der Weidenauerin Renate Stolz ist jetzt im Rahmen einer Feierstunde in der Siegerlandhalle als erstem SPD-Mitglied die neue – nach den beiden früheren Landräten benannte – „Schmidt-Nienhagen-Medaille“ der SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein verliehen worden.

„Renate Stolz hat sich – auf ehrenamtlicher Basis – ganz erhebliche Verdienste um Gesellschaft und Partei erworben. Für ihr langjähriges und vielfältiges Engagement erhält sie diese Auszeichnung“, betonte der frühere Landtagspräsident Ulrich Schmidt (Wetter) in seiner Laudatio. Schon bald nach ihrem Parteibeitritt im Jahr 1982 wurde Stolz in den Vorstand des SPD-Ortsvereins Weidenau gewählt. Egal ob Kinder- und Familienfeste, Besuche in Seniorenheimen oder vieles mehr – auf Renate Stolz und ihren persönlichen Einsatz konnte und kann sich die Weidenauer SPD stets verlassen. Seit 2008 ist Renate Stolz auch als Mitglied des Bezirksausschusses für ihren Stadtteil tätig, in der Zeit von 2006 bis 2010 hat sie zudem im Vorstand des SPD-Stadtverbands Siegen mitgearbeitet.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der SPD-Kreistagsfraktion, Renate Stolz die erste Schmidt-Nienhagen-Medaille zu verleihen, war aber vor allem auch ihr ehrenamtliches Engagement jenseits der Partei- und Kommunalpolitik. Dazu führte Laudator Ulrich Schmidt unter anderem aus: „Seit nunmehr 42 Jahren ist Renate Stolz Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), seit 1978 leitet sie für den DRK-Ortsverein Weidenau Gruppen für Seniorengymnastik. Seit 1996 engagiert sich Renate Stolz auch im VdK, zunächst in Weidenau und heute in Siegen. Durch ihre tatkräftige Mitarbeit trägt sie maßgeblich dazu bei, wertvolle Aktivitäten des Sozialverbands hier vor Ort zu ermöglichen.“

Ferner wies Ulrich Schmidt auf den 2009 aufgelösten Verein „Hilfe für die baltischen Länder“ hin, in dem Renate Stolz als aktives Vorstandsmitglied an zahlreichen Hilfsaktionen beteiligt war. Vorsitzende dieses Vereins war über viele Jahre die verstorbene ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Klappert, mit der Renate Stolz gut und eng zusammengearbeitet hat.

„Diese Aufzählung könnte noch weiter fortgesetzt werden. Festzuhalten ist, dass sich Renate Stolz bis zum heutigen Tage in ganz erheblichem Maße ehrenamtlich betätigt. Ihre stets bescheidene Art hatte zur Folge, dass dieses umfangreiche Engagement vielen Parteimitgliedern und Bürgern bisher gar nicht so recht bekannt und bewusst war. Um so mehr gebührt ihr diese Ehrung“, unterstrich der ehemalige Präsident des Landtags NRW.

SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler und sein Stellvertreter Roland Abel machten in ihren Grußworten noch einmal deutlich, dass mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille auch künftig insbesondere langjährige Parteimitglieder geehrt werden sollen, die sich – eher im Hintergrund wirkend – engagiert für Gesellschaft und Partei eingesetzt haben bzw. einsetzen. Denn solche Personen seien gerade auch wegen ihres Engagements außerhalb der SPD unverzichtbare Multiplikatoren für die Partei.

Renate Stolz meinte in einer kurzen Ansprache, dass sie „richtig glücklich und auch ein wenig stolz“ über die Auszeichnung sei. Sie danke der SPD-Kreistagsfraktion, aber vor allem auch „meinen zahlreichen Mitstreitern, z.B. im Roten Kreuz oder im VdK. Denn jeder muss wissen, dass etwas Gutes in der Regel nur dann bewirkt wird, wenn möglichst viele Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen“, so die erste Trägerin der „Schmidt-Nienhagen-Medaille“.

Bericht: Helga Schwarz-Schumann