SPD besuchte israelischen Partnerkreis

Die beiden Kreise Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer verbindet die bundesweit älteste öffentliche Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel. Nachdem bereits seit 1966 ein reger Austausch von Jugend- und Erwachsenengruppen stattfand, unterschrieben die beiden Sozialdemokraten Hermann Schmidt und Karlheinz Forster – damals Landrat und Oberkreisdirektor – am 08. August 1973 die Partnerschaftsurkunde.

Auch heute, 40 Jahre später, ist die Partnerschaft rege, aktiv und lebendig. Nach den offiziellen Feierlichkeiten im Mai und August dieses Jahres besuchte nun die SPD-Kreistagsfraktion die israelischen Freunde in Emek Hefer.
Neben Gesprächen mit Landrat Ran Idan und weiteren Vertretern der örtlichen Politik und Verwaltung war ein zentraler Punkt der Besuch des bereits 2002 eröffneten Projekts „Alexanderfluss“. Hier wurde mit Hilfe aus Siegen-Wittgenstein bereits eine ganze Reihe an Naturschutzmaßnahmen ergriffen. Zuletzt trugen Jugendliche der Freiwilligen Feuerwehr in einem Workcamp im Oktober vergangenen Jahres mit dem Bau eines ganzen Naherholungsgeländes dazu bei. Genau dort beteiligte sich nun auch die SPD-Kreistagsfraktion mit dem Pflanzen von Bäumen am Ufer des Alexanderflusses an den Renaturierungsmaßnahmen.

Desweiteren lernten die heimischen Politiker einen der ältesten Kibbuzim der Region, die in Emek Hefer befindliche erste israelische Schildkröten-Rettungsstation und die erste Brauerei der Region im neu erschlossenen Industrie- und Gewerbegebiet des Partnerkreises kennen.

Der Israel-Besuch führte die Sozialdemokraten u.a. auch in die Hauptstadt Jerusalem. Hier war der Besuch des Holocaust-Museums ein zentrales Anliegen, wo Fraktionsvorsitzender Michael Sittler im Tal der zerstörten Gemeinden Blumen im Gedenken an die jüdischen Gemeinden in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Siegen niederlegte. Den Abschluss bildete der Besuch der Gedenktafel mit dem einzigen Siegener Walter Krämer im Garten der Gerechten unter den Völkern.

Am Ende waren sich alle Mitreisenden darin einig, dass der ständige interkulturelle Austausch, gerade auch von Jugendgruppen, unverzichtbar für die Erhöhung des gegenseitigen Verständnisses, den Abbau von Intoleranz und für die weitere Pflege der bereits gewachsenen Freundschaft ist.