SPD besichtigte die Firma Slawinski in Bad Laasphe

Im Bild v.l.: Michael Sittler, Tobias Bottenberg, Marcus Adler, Hans-Ulrich Schumann, Waltraud Schäfer, Petra Weskamp, Annette Scholl, Wolfgang Braukmann, Anke Flender, Marco Schmidt, Peter Eberlein, Winfried Schwarz, Horst Fischer, Klaus Stabel

Eine Delegation der SPD-Kreistagsfraktion besuchte kürzlich das
Werk der Firma Slawinski in Bad Laasphe. Der international agierende Hersteller
für Böden, der 2014 sein hundertjähriges Bestehen feiern konnte, beschäftigt neben 100 Arbeitern im Werk Siegen-Weidenau auch 35 Personen im 1939 gegründeten Werk in Bad Laasphe. Bei einem Rundgang über das Betriebsgelände erfuhren die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, dass die Firma Slawinski den mit dem demographischen Wandel einhergehenden Fachkräftemangel offensiv angeht und mit zzt. 22 Auszubildenden sogar leicht über den eigenen Bedarf hinaus ausbildet. Allerdings gebe es Schwierigkeiten Auszubildende für den Betrieb in Bad Laasphe zu finden. Dort werden Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet, die wohnortnah auch das Berufskolleg in Bad Berleburg besuchen.
Natürlich war auch die Straßen- und Schienenanbindung ein großes Thema, da die in beiden Werken hergestellten Böden an nationale und internationale Kunden geliefert werden. Daraus resultieren auch Beschränkungen in der hergestellten Größe der Böden, denn Maße über 5,4 m im Durchmesser seine nicht mehr transportierbar, so der kfm. Leiter Marcus Adler, der gemeinsam mit Betriebsleiter Tobias Bottenberg die SPD-Gruppe durch den Betrieb führte. Trotz unmittelbarer Standortnähe zum Bahnhof in Bad Laasphe gibt es keine Schienenanbindung der Firma. Dies sei von der Bahn nicht mehr gewollt, da die Transportmenge als zu gering geachtet worden wäre. Auch sei die Bahn zu unflexibel, Transportzeiten von einer Woche und mehr machten die Bahn zu keiner Alternative zum LKW-Transport.
Die lärmintensive Herstellung in einem Mischgebiet aus Gewerbe- und Wohngebiet führt zu zahlreichen Beschränkungen, etwa kostspieligen Lärmschutzmaßnahmen und weitest gehendem Verzicht auf Nachtarbeit. Der tarifgebundene Betrieb der Metallindustrie investierte in eine Solaranlage, die auf zwei Hallendächern installiert ist. Mit dieser könne man 25% des benötigten Stromes selbst erzeugen, so Marcus Adler. Die in der Herstellung verwendeten Bleche seien vorwiegend aus europäischer Produktion, die produzierten Böden kommen z.B. in Tankstellen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen zum Einsatz. Die Firma Slawinski stellt auch Wohnaccescoires her.

Nach der Stahlknappheit in den Jahren 2007 und 2008 seien die Preise für Bleche jetzt niedrig und das Angebot gut. So liege der Umsatz des Unternehmens bei ca. 30-35 Mio. € pro Jahr, durch gutes Wirtschaften habe man auch in umsatzschwachen Jahren keine Entlassungen durchführen müssen. Die Fraktionsmitglieder waren sichtlich beeindruckt vom Betriebsablauf, denn die zu bewegenden „Bleche“ bringen doch ein ordentliches Gewicht auf die Waage.
Fraktionsvorsitzender Michael Sittler bedankte sich abschließend für die Führung und lobte das Engagement der Firma Slawinski für die Region. Er sicherte ein offenes Ohr für die Sorgen zu, könne aber keine Lösungen für alle Probleme versprechen.