Besuch im Diakonieklinikum in Kredenbach

Tanja Wagener, MdL, Michael Sittler, Waltraud Schäfer, Heinz-Werner Feuring, Hubert Becher, Fred-Josef Pfeiffer

Damit sie eine Zukunft haben, müssen sich die regionalen Krankenhäuser spezialisieren und ambulante Strukturen gut mit stationären vernetzen. Das betonten Verantwortliche des Diakonie Klinikums bei einem Besuch der SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein im Krankenhaus Kredenbach. Klar sprachen sich Klinikum-Geschäftsführer Hubert Becher und Medizinischer Direktor Professor Dr. Joachim Labenz gegen einen wirtschaftlichen Wettbewerb unter den Krankenhäusern aus. „Niemand möchte einen ökonomischen Wettbewerb im Gesundheitswesen“, sagte Labenz. „Wichtig ist die Frage, was die Region braucht.“ Zukunftsweisend sind aus seiner Sicht weitreichende Kooperationen verschiedener Kliniken, in die sich jedes Krankenhaus mit der jeweiligen Spezialdisziplin einbringt. Als positives Beispiel für eine bereits bestehende Zusammenarbeit nannten Becher und Labenz das Siegener Refluxzentrum. Hierin haben sich niedergelassene Mediziner, die Chirurgie des St. Marien-Krankenhauses und die Innere Medizin des Diakonie Klinikums zusammengeschlossen. Auch innerhalb des Diakonie Klinikums sind die drei Standorte in Siegen, Freudenberg und Kredenbach eng vernetzt. Das Besondere: Hier kommt der Arzt zum Patienten. Benötigt beispielsweise ein Patient in Kredenbach – wo es Fachabteilungen für Innere Medizin und Geriatrie gibt – einen Kardiologen, kommt dieser aus dem Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen und untersucht den Patienten vor Ort. „Oft hilft uns schon die moderne Technik. Wir können überall auf Röntgenbilder oder Herzkurven zugreifen und uns so auch auf die Distanz gut mit Ärzten anderer Fachrichtungen austauschen“, erklärte Labenz. „Auch wenn ein einziger großer Standort deutlich wirtschaftlicher wäre, ist es uns ist es wichtig, die drei Standorte zu erhalten, um die wohnortnahe Versorgung in unserer Region sicherzustellen“, ergänzte Becher. Das Diakonie Klinikum in Kredenbach hat sich auf die Altersmedizin spezialisiert. „Aber wir sind kein Alten- oder Rehazentrum“, betonte Stationsleiterin Marina Händel. „Wir sind eine akutmedizinische Abteilung, in der wir mit einer frühen Reha beginnen.“ Einen genaueren Eindruck vom Diakonie Klinikum Kredenbach, dessen Abteilungen für Innere Medizin und Altersmedizin sowie von Intensivstation und Endoskopie konnten sich die Mitglieder der SPD-Fraktion bei einem Rundgang durch das Krankenhaus machen. Anschließend fand im Konferenzraum der Klinik die Fraktionssitzung statt.