Kita-Angebot des Kreishauses bisher kostenneutral für Kommunen

Die CDU-Kreistagsfraktion hält zzt. die Verwaltung des Kreises durch Anfragen quer über alle Dezernatsgrenzen auf Trab, so dass teilweise Kernaufgaben der Verwaltung nicht erledigt werden können. „Anfragen der Politik sind gewollt und oft notwendig, wenn deren Beantwortung dann aber völlig ignoriert wird, weil sie nicht in das politische Konzept des Fragestellers passt, dann muss man sich schon fragen, wofür die Anfrage überhaupt gestellt wurde“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler. Er liebäugle mit einer eigenen Anfrage an die Verwaltung um zu erfahren wie viel die Beantwortung der derzeitigen Anfragen der CDU (zehn umfangreiche Anfragen alleine in den letzten drei Wochen) den Kreis in Form von Arbeitszeit der Verwaltung koste, so Sittler weiter. Die Kosten dürften die der Kreiskita bei weitem übersteigen, die bisher, so geht es aus der Beantwortung der CDU-Anfrage durch Landrat Andreas Müller hervor, nur 624€ Kosten verursacht hat.
Ideengeber für die Kreiskita waren 2012 CDU-Kreisdirektor Bender und CDU-Landrat Breuer, die bereits den Bedarf und den Wunsch nach einer eigenen Großtagespflegestelle im Haus ermittelt hatten. Landrat Andreas Müller setzte dieses auch vom Personalrat unterstützte Projekt dann tatsächlich um und holte sich dafür, ohne dies zu müssen, die Zustimmung der Politik dazu ein.
„Die Bezeichnung der Kreis-Kinderbetreuung als elitär ist für mich nicht nachvollziehbar, da das Angebot an alle Kreismitarbeiter gerichtet ist“ betont Michael Sittler. Diese seien aber durch die wiederholten Angriffe der CDU auf das Angebot derart verunsichert, dass bisher keine verbindlichen Anmeldungen vorliegen.
Das Angebot soll u.a. dem Fachkräftemangel in der Verwaltung vorbeugen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem für Frauen gewährleisten und somit auch den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. „Hinter diesen, in der Beantwortung der Anfrage durch den Landrat erläuterten Zielen, steht die SPD. Wir können dies nicht von Betrieben fordern und im kreiseigenen „Betrieb“ auf die Umsetzung dieser Standards verzichten wollen“ meinte Michael Sittler abschließend.