Vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche im Kreis

Im Bild v.l.: Heiko Becker, Andreas Müller, Heiner Giebeler, Gerold Wagener, Falk Heinrichs, Petra Weskamp und Michael Sittler

Die SPD-Kreistagsfraktion informierte sich über die Angebote im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis.
2014 hatte der Kreistag die Weiterentwicklung und Neustrukturierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit beschlossen und die Anforderungen an die Angebote konkretisiert. Heiner Giebeler, Geschäftsführer des Kreisjugendrings und Gerold Wagener, Jugendamtssachgebietsleiter des Kreises, berichteten der Fraktion ausführlich über die strategische Ausrichtung, die konkreten Angebote in den Kommunen und die zahlreichen Aufgaben, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort wahrnehmen.
Die Angebotspalette im Kreisgebiet ist dabei durchaus vielseitig. Neben den zahlreichen festen Anlaufstellen und Jugendtreffs werden auch gezielt besondere Aktionen und Ausflüge angeboten, so z.B. eine Fahrt nach Paris, ein Zirkusprojekt in Rudersdorf oder ein Kreativprojekt für geflüchtete Mädchen in Kreuztal.
Der Kreis unterstützt die Arbeit in 19 Einrichtungen kreisweit, vier Kommunen bieten zusätzlich noch mobile oder dezentrale Angebote an, so auch die Stadt Bad Berleburg, die mit einem Bus das Angebot in die Ortschaften bringt.
Rund die Hälfte der 14,8 Mitarbeiterstellen wurde in den vergangenen Jahren neu besetzt, wobei sich das Mitarbeiterteam insgesamt deutlich verjüngt hat. Hier kümmert sich der Kreisjugendring besonders um die Begleitung und Weiterbildung der „Neuen“.
In neun Einrichtungen laufen Projekte zur Neugestaltung der Einrichtungen, immer in enger Abstimmung mit der Zielgruppe der Angebote, zwei Einrichtungen schlossen ihre Pforten und wurden durch neue Angebote ersetzt.
Petra Weskamp, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, betonte, dass es richtig gewesen sei 2014 die Neustrukturierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit auf den Weg zu bringen. Die rege Arbeit vor Ort zeige, dass die Schaffung verlässlicher Grundlagen für alle Akteure, auch finanzieller Art, und die kontinuierliche Begleitung der Arbeit durch Kreisjugendring und Jugendamt dabei helfe diese zu verbessern und laufend weiterzuentwickeln. In einigen Kommunen sind die Jugendtreffs auch bei der Integration von jungen Flüchtlingen ein wichtiger Faktor. Die Zusammensetzung der Gruppen vor Ort sei aber sehr unterschiedlich, wie Heiner Giebeler betonte. Der Anteil der Jungen in den Einrichtungen sei meist höher als der von Mädchen, aber nicht in allen Einrichtungen. Auch der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund schwanke örtlich sehr stark. Fraktionsvorsitzender Michael Sittler zeigte sich beeindruckt, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Aufgaben von den sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort so flexibel gehandhabt werden und bedankte sich für die interessanten Einblicke in die Arbeit „hinter den Kulissen“ der offenen Kinder- und Jugendarbeit.