Chancen durch neue Lebenswissenschaftliche Fakultät nutzen

Im Bild v. l.: Michael Sittler, Bertram Müller, Prof. Dr. Martin Grond, Waltraud Schäfer, Petra Weskamp, Heinz-Werner Feuring und Henning Setzer.

Der Vorstand der SPD-Kreistagsfraktion und die SPD-Mitglieder des Gesundheitsausschusses trafen sich nach der Sitzung des Gesundheitsausschusses mit Kreisklinikumsgeschäftsführer Bertram Müller und dem ärztlichen Direktor Prof. Dr. Martin Grond zu einem Informationsgespräch über die geplante Gründung einer Lebenswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Siegen und der damit verbundenen Chance zur Etablierung eines Medizin-Studiums in der Region.
Die derzeitigen Planungen sehen eine Verknüpfung der bereits existierenden Forschungsfelder der Universität Siegen im medizinisch-technischen Bereich mit anwendungsbasierten medizinischen Feldern der frühkindlichen Psychotraumatologie, neurologischen Erkrankungen und der Altersmedizin vor.
Prof. Grond berichtete, dass die großen Klinikbetreiber die Bemühungen der Universität unterstützen und die Herausforderungen im Bereich von Lehre und Forschung annehmen.
Wichtig war sowohl Prof. Grond als auch Bertram Müller die Feststellung, dass sich Siegen damit nicht zu einer Universitätsstadt mit einer eigenständigen medizinischen Fakultät entwickelt. Eine solche medizinische Fakultät wäre für die heimische Region weder praktisch noch finanziell zu bewältigen.
Heinz-Werner Feuring begrüßte die nun gefundene Möglichkeit trotzdem Medizinstudenten in Siegen ausbilden zu können. Das neue Modell sei innovativ und verspreche besonders im Forschungsbereich interessante Ergebnisse. „Hier werden Synergieeffekte genutzt und bereits existierende Forschungsbereiche der Universität Siegen sinnvoll mit neuen Bereichen verknüpft“, so Feuring.
Michael Sittler zeigte sich erfreut über die anvisierte Zahl von 50 Studenten pro Jahr. Dies sei eine Größenordnung, die von den heimischen Kliniken bewältigt werden und problemlos in die universitären Strukturen eingebunden werden könne, so Sittler. Natürlich erhoffe er sich dadurch auch positive Auswirkungen auf den medizinischen Nachwuchsbedarf in der Region. „Durch bereits in Aussicht gestellte Mittel von verschiedener Seite wird auch die finanzielle Belastung für die Region in einem überschaubaren Maße bleiben“, so Sittler, „wir müssen ja bei aller Euphorie auch die Kostenseite im Auge behalten. Den jetzt gefundenen Weg gehen wir als sozialdemokratische Fraktion aber gerne mit.“