Babyrettungswagen rund um die Uhr verfügbar

Besuch des Babyrettungswagens

SPD-Fraktion besucht DRK-Kinderklinik

 

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion besuchten den Babyrettungswagen am Standort der DRK-Kinderklinik in Siegen. Markus Pingel, Chefarzt der Abteilung Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, erläuterte die speziell für den Wagen erfolgten Um- und Einbauten und die besondere Ausstattung, die für Einsätze mit Neu- und Frühgeborenen notwendig sind.

Der an Bord befindliche Babyinkubator wurde speziell angefertigt, da diese nicht  „in Serie“ produziert werden. Entsprechend kostspielig sind diese dann auch. Von diesem Transportinkubator – Anschaffungskosten pro Stück ca. 100.000€ – hält die Kinderklinik zwei baugleiche Modelle vor, um auch etwaige Zwillingsgeburten oder Paralleleinsätze versorgen zu können. Besetzt wird der Babyrettungswagen durch Personal des DRK in Freudenberg und Mitarbeiter der DRK Kinderklinik, die alle speziell dafür geschult wurden. Die Klinik versorgt pro Jahr über 6.100 Patienten stationär, darunter etwa 460 Früh- und Neugeborene, stellt 22 pädiatrische Intensivbetten bereit und versorgt in ihrer „Kinderinsel“ als eines von wenigen Häusern in Deutschland 16 dauerhaft beatmete Kinder und Jugendliche. Hinzu kommen rund 55.000 ambulante Behandlungen jährlich in der Klinik, dem MVZ, der KJP und dem angeschlossenen SPZ.

Anders als in Krankenhäusern für Erwachsene werden die Kinder nach Altersgruppen und nicht nach Krankheitsbild getrennt betreut.

Probleme bereitet dem Krankenhaus zum einen die kaum planbare Personaldichte in der Intensivbetreuung, die je nach Belegung in Spitzenzeiten viermal so hoch sein kann wie im regulären Betrieb. Dies lässt sich kaum planen und verlangt den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität ab. Zusätzlichen Kostendruck verursachen die seit Anfang des Jahres weiter verschärften gesetzlichen Vorgaben dazu.

Ein großer Wunsch der Neonatologie sei ein gemeinsames Mutter-Kind-Zentrum für ganz Siegen am Standort Wellersberg.

Die Entbindung und die anschließende Betreuung von Mutter und Kind könnten damit auf ein zeitgemäßes und familienfreundliches Niveau gehoben werden.

Diesem Wunsch schlossen sich auch Heinz-Werner Feuring und Michael Sittler an und versprachen die Kinderklinik in diesem Wunsch nach Kräften zu unterstützen. Erfreut zeigten sich beide darüber, dass der Babyrettungswagen im neuen Rettungsdienstbedarfsplan nun komplett nur für die Babyrettung und den –transport vorgesehen ist.

 

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