Post setzt E-Mobilität in eigenen Fahrzeugen konsequent um

Beeindruckt zeigte sich Fraktionsmitglied Anke Flender nach erfolgter Probefahrt von der Beschleunigung des Work und des nahezu lautlosen Betriebes. Nach kurzer Einweisung durch die Teamleiter Tim Filger und Peter Beuter konnten sich neben Fraktionsvorsitzendem Michael Sittler auch weitere SPD-Fraktionsmitglieder von den Fahreigenschaften des Work und des neuen und größeren Work L überzeugen.

"Das hat Spaß gemacht." Anke Flender nach erfolgreicher Testfahrt im work L.

SPD-Kreistagsfraktion besucht Post in Freudenberg

 

Die SPD-Kreistagsfraktion konnte sich am Standort der Post in Freudenberg einen eigenen Eindruck vom neuen E-Fuhrpark der Post AG machen. Kirsten Justus, Abteilungsleiterin Auslieferung, berichtete, dass im Kreis Siegen-Wittgenstein bereits 28 E-Autos in der Zustellung eingesetzt sind, davon 14 in Freudenberg, 10 in Bad Berleburg und 4 in Erndtebrück. Diese Zahl wird sich bereits im September weiter erhöhen, Ziel ist der komplette Austausch der Diesel-Zustellfahrzeuge bundesweit auf die neuen, treffenderweise „Work“, also Arbeit genannten, Fahrzeuge  der posteigenen Firma Streetscooter bis zum Jahr 2020.

Bernd Dietrich, Politikbeauftragter der Post AG, schilderte, dass die Probleme der Post bei der Zustellung in Innenstädten nur noch zu bestimmten Zeitfenstern durch strenge Umweltauflagen zum Umdenken im Unternehmen geführt haben. Nachdem man bei den großen Automobilherstellern vergeblich angeklopft habe sei die Post dann bei Streetscooter in Aachen eingestiegen und stelle ihre Fahrzeuge in enger Zusammenarbeit mit der Universität Aachen nun selbst her, maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Post.

Herausgekommen ist ein schnörkelloses Arbeitsauto mit rückenschonender Ladehöhe und viel Platz im Frachtraum, der von drei Seiten aus mit zwei großen Schiebetüren und einer Heckklappe zugänglich ist. Die bei einem Besuch der SPD-Kreistagsfraktion beim Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau der Universität Siegen gewonnenen Erkenntnisse zur Notwendigkeit von leichtem Karosseriebau in Elektrofahrzeugen sahen die Fraktionsmitglieder nun in die Praxis umgesetzt.

Beeindruckt zeigte sich Fraktionsmitglied Anke Flender nach erfolgter Probefahrt von der Beschleunigung des Work und des nahezu lautlosen Betriebes. Nach kurzer Einweisung durch die Teamleiter Tim Filger und Peter Beuter konnten sich neben Fraktionsvorsitzendem Michael Sittler auch weitere SPD-Fraktionsmitglieder von den Fahreigenschaften des Work und des neuen und größeren Work L überzeugen.

Die einfache Handhabung selbst durch E-Auto Neulinge und die Tatsache, dass alle mit einem Lächeln von der Probefahrt zurückkamen spricht deutlich für die neuen Fahrzeuge.

Kirsten Justus zeigte sich auch überzeugt, dass die „Kinderkrankheiten“ der Fahrzeuge überwunden seien, mit denen man zu Beginn zu kämpfen hatte. Durch Feedback der Zusteller und der Servicewerkstätten vor Ort an Streetscooter habe man diese beseitigen können, die Wagen erhielten zudem laufende Softwareupdates und könnten so problemlos auf den neuesten Stand gebracht werden. Michael Sittler erkundigte sich nach der erwarteten Lebensdauer der Fahrzeuge und der eingesetzten Akkus. Pressesprecher Alexander Böhm antwortete, man gehe von einer Lebensdauer von 10 Jahren bei beiden Komponenten aus. Die Akkus werden an den auf dem Gelände des ZSP installierten Ladestationen über Nacht langsam und batterieschonend aufgeladen. Auch beim Bergab-Fahren laden sich die Akkus der Autos auf, verriet er.

Die Reichweite der Fahrzeuge liegt bei 80 km, wobei zzt. noch die Erfahrungswerte aus dem Winterbetrieb fehlen.

Die Fahrzeuge werden mittlerweile in Serie produziert und auch an externe Kunden verkauft. Auch E-Bikes für die Postzustellung gehören zum Sortiment.

Den Wunsch der Genossen nach einem Blick unter die Motorhaube konnte Uwe Hopf, Leiter der heimischen Zustellbasis, nicht erfüllen, da dieser Bereich unter Hochspannung stehe. Das einzig zugängliche Teil ist die Nachfüllöffnung der Scheibenwischerflüssigkeit.

Michael Sittler bedankte sich für die ausführlichen Erläuterungen und den herzlichen Empfang im ZSP Freudenberg und wünschte der Post weiterhin viel Erfolg mit den eigenen E-Autos. Gerade für die Städte bringe jedes weitere E-Auto, das ein Dieselfahrzeug ersetzt mehr Lebensqualität für die Bewohner zurück.

Besuch im ZSP Freudenberg

 

Weitere Bilder finden sie hier: https://quik.gopro.com/v/otK5EAnxJP/

Den Bericht der Lokalzeit finden sie hier: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-suedwestfalen/video-elektroscooter-bei-der-post-100.html

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