Klaus-Dieter Gläser neunter Preisträger der Schmidt-Nienhagen-Medaille

Klaus-Dieter Gläser Bild: Wolfgang Braukmann

Feierliche Preisübergabe im Heimhoftheater in Burbach

Burbach

Die Verleihung der Schmidt-Nienhagen-Medaille der SPD-Kreistagsfraktion, die einmal jährlich an in herausragender Weise ehrenamtlich engagierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vergeben wird, ist schon beinahe eine Traditionsveranstaltung geworden. Fraktionsvorsitzender Michael Sittler konnte am Samstag im einzigartigen Ambiente des Heimhoftheaters in Burbach den nunmehr neunten Preisträger Klaus-Dieter Gläser aus Burbach in den Kreis der Schmidt-Nienhagen-Medaillenträger aufnehmen. Die im Gedenken an die beiden herausragenden heimischen Sozialdemokraten Hermann Schmidt und Walter Nienhagen benannte Medaille wird seit dem Jahr 2010 am ersten Septemberwochenende verliehen.

Wolfgang Kasper, Carina Gödecke, Lieselotte Gläser, Klaus-Dieter Gläser, Petra Weskamp, Michael Sittler Bild: Ismail

Der diesjährige Preisträger, Klaus-Dieter Gläser aus Burbach, trat 1970 als noch junger Soldat nach mehreren Begegnungen mit einem der Namensgeber der Medaille, Hermann Schmidt, in die SPD ein. Nicht nur dort engagierte er sich seitdem ununterbrochen ehrenamtlich und unermüdlich. Zu seinen zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören u.a. die über zwanzigjährige Zugehörigkeit zum Rat der Gemeinde Burbach, davon mehrere Jahre als stellvertretender Bürgermeister, mehr als zwei Jahrzehnte als Mitglied im Fraktionsvorstand. Weiterhin engagierte sich Klaus-Dieter Gläser in der AWO, der er seit fast dreißig Jahren angehört. Dort engagierte er sich u.a. beim fahrbaren Mittagstisch in Siegen, der Möbelhilfe und Kleidersortierung und arbeitete beim Aufbau der Siegener Recycling Werkstätten mit.

Weiterhin engagiert er sich beim VdK, dem Burbacher Heimatverein, dem Bundeswehrverband und dem TSV Burbach, wo er 15 Jahre in der Jugendarbeit aktiv war.

Wie der stellvertretende Bürgermeister und Laudator Wolfgang Kasper verriet ist er auch als Fahrer des Bürgerbusses in Burbach aktiv und „sehr beliebt, besonders bei den Damen, mit ihm wird es nie langweilig“.

Bild: Wolfgang Braukmann

Klaus-Dieter Gläser sei stets einer der Aktiven gewesen, der auch vieles im Stillen und zum Wohle der sozial Schwachen getan habe, so Kasper. Erst bei der Recherche für den Vorschlag zur Schmidt-Nienhagen-Medaille sei er darauf aufmerksam geworden, dass Gläser seit 2007 ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Dortmund sei.

Klaus-Dieter Gläser habe ihn nach seinem Umzug nach Burbach im Rat eingeführt. Dort habe er beobachten können, dass Klaus-Dieter Gläser die Kommunalpolitik mit großem Engagement betrieben und sich intensiv um die Probleme der Bürger gekümmert habe, wobei für ihn das Gemeinwohl immer vor den Einzelinteressen stand.

Die eigens aus Düsseldorf angereiste Festrednerin Carina Gödecke, 1. Vizepräsidentin des Landtages NRW, ermunterte in ihrer Ansprache zum Engagement im Ehrenamt, auch im politischen. Dieses sei in der heutigen Zeit etwas Seltenes und kostbares geworden. Man solle nicht darauf warten, dass andere sich engagierten sondern selbst anpacken. Die Demokratie lebe nicht vom Zusehen und kritisieren, sondern vom Engagement. Wie auch der Preisträger zeige engagieren sich Ehrenamtler oft in mehreren ehrenamtlichen Funktionen. Viele Lebensbereiche seien heute ohne das Ehrenamt nicht mehr denkbar, dabei dürfe sich der Staat aber nicht zurücklehnen und eigene Aufgaben an das Ehrenamt auslagern. Wichtig sei eine gute Zusammenarbeit zum Wohle aller. Wobei das Engagement im Ehrenamt nicht nur ein Geben sei, sondern auch ein Bekommen. Man gebe seine Zeit, Ideen und Energie und bekomme dafür Spaß, Sinn und Halt. Zwar sei die Zahl der ehrenamtlich Tätigen in den vergangenen Jahren um zehn Prozent angestiegen, dabei seien aber auch besorgniserregende Stimmen, die für Ausgrenzung werben und die Schuldigen bei hilfsbedürftigen Menschen suchten.

Die Kreistagsfraktion habe mit ihrem Preis eine Antwort auf die Frage gefunden, wie man verdienten Genossinnen und Genossen für ihre Arbeit danken könne.

Robert Goldberg, der die Feierstunde hervorragend musikalisch untermalte. Bild: Wolfgang Braukmann

Für den musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgte in herausragender Weise Robert Goldberg am Flügel, der aktuelle Musikstücke in ansprechender Weise neu interpretierte.

In seiner abschließenden Ansprache bedankte sich Klaus-Dieter Gläser. Er sei stolz, die Schmidt-Nienhagen-Medaille bekommen zu haben, da er zum einen das einstimmige Votum der Fraktion bekommen und zum anderen die beiden Namensgeber der Medaille persönlich gekannt habe.

Klaus-Dieter Gläser, Renate Stolz, Ernst Hoof und Sigurd Hofacker Bild: Sandra Peiser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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