CDU gefährdet Schulsozialarbeit in den Kommunen

Bild: Michael Plügge

SPD-Kreistagsfraktion will bisherige Regelung beibehalten

Die Schulsozialarbeit ist zu einem unverzichtbaren schulischen Angebot geworden. Sie leistet insbesondere im präventiven Sinn einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungsbedingungen für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien.

Aus gutem Grund hatte der Kreistag des Kreises Siegen-Wittgenstein bereits im Dezember 2014 beschlossen, die finanziellen Mittel, die der Kreis vom Land Nordrhein Westfalen zur Fortführung der sozialen Arbeit an den Schulen erhält, in vollem Umfang an die kreisangehörigen Städte und Gemeinden weiterzuleiten. Für die Schulsozialarbeit an den Schulen in Trägerschaft des Kreises konnte auf alternative Fördertöpfe zurückgegriffen werden.

Bedauerlicherweise steht speziell die Schulsozialarbeit am Berufskolleg Technik zur Disposition, weil die hierfür bestimmten Fördermittel aufgebraucht sind.

Den Wortbeiträgen im Ausschuss für Schule Sport und Weiterbildung des Kreises Siegen-Wittgenstein in der vergangenen Woche war zu entnehmen, dass die CDU-Kreistagsfraktion erwägt, die den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellten Mittel zu kürzen, um damit die Schulsozialarbeit am Berufskolleg Technik zu finanzieren. Eine solche Vorgehensweise beeinträchtigt die hervorragende Schulsozialarbeit in unseren Kommunen erheblich, greift nachhaltig in die derzeitige Planung der Städte und Gemeinden ein und wird daher von der SPD-Kreistagsfraktion kategorisch abgelehnt.

Die SPD-Kreistagsfraktion hält es heute mehr denn je für notwendig,  dass den Städten und Gemeinden die entsprechenden Fördermittel in vollem Umfang für die Finanzierung der Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Die Schulsozialarbeit am Berufskolleg Technik darf allerdings in keiner Weise infrage gestellt werden. Daher erhält der Vorschlag der Kreisverwaltung, hier eigene Finanzmittel einzusetzen, die volle Unterstützung der SPD-Kreistagsfraktion.

Die Fortführung der anerkannt guten Schulsozialarbeit in den Städten und Gemeinden und am Berufskolleg Technik wäre damit für das Jahr 2018 gesichert.

Für die Zukunft appelliert die SPD-Kreistagsfraktion an Bund und Land sich auf neue Förderwege zur dauerhaften Finanzierung der Schulsozialarbeit, die ja Aufgabe des Bundes ist, zu einigen.

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