Rettungsdienst wird optimiert

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich jetzt über die geplanten Änderungen im Rettungsdienst, die der vorgelegte Entwurf des Rettungsdienstbedarfsplanes enthält, informiert. Dazu war der zuständigen Amtsleiter der Kreisverwaltung, Thomas Tremmel, als Gast in die Fraktionssitzung gekommen.

Michael Sittler, Thomas Tremmel, Thomas Gehrke, Heiko Becker Bild: Sandra Peiser

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Kreis Siegen-Wittgenstein

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich jetzt über die geplanten Änderungen im Rettungsdienst, die der vorgelegte Entwurf des Rettungsdienstbedarfsplanes enthält, informiert. Dazu war der zuständigen Amtsleiter der Kreisverwaltung, Thomas Tremmel, als Gast in die Fraktionssitzung gekommen. Nach dessen Erläuterungen ist der Fraktionsvorsitzende Michael Sittler überzeugt, dass sich die Versorgungssituation der Bevölkerung im Kreis Siegen-Wittgenstein im Bereich der Rettungsdienste spürbar verbessern werde.

Tremmel erläuterte der Fraktion, dass zzt. 75% der Rettungseinsätze im vorgeschriebenen Zeitfenster stattfinden. Diese Quote hoffe man durch die Maßnahmen im neuen Bedarfsplan planerisch auf 99% zu erhöhen. Durch eine zunehmend älter werdende Bevölkerung und insgesamt steigende Einsatzzahlen sei es notwendig, weitreichende Veränderungen im Rettungswesen vorzunehmen. So werden zu den neun vorhandenen zwei weitere Rettungswachen hinzukomme. Die optimalen Standorte aller künftigen Wachen seien mit Hilfe neuester Technik ermittelt worden, um so die Hilfsfristen von acht Minuten im städtischen Bereich von Siegen und zwölf Minuten im Umland einhalten zu können. Auch seien einige Rettungswachen baulich nicht mehr auf dem Stand der Zeit und verlängerten die Ausrückzeit der Rettungswagen, etwa weil sich die Garage der Fahrzeuge nicht im gleichen Gebäude befindet wie die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter.

Die Hilfskette solle in ein Hilfsnetz umgebaut werden, um die Zeiten ohne Hilfe für die Patienten möglichst kurz zu halten. Dazu gehören auch die Erfassung der Defibrillatoren-Standorte im Kreisgebiet, die Schaffung der technischen Voraussetzungen für Innovationen wie z.B. den Telenotarzt oder die schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte durch einen verbesserten Digitalfunk.

Bei der Organisation der Notärzte erfolge ein Systemwechsel, indem die Notärzte an bzw. im Umfeld von sieben Standorten von Notarzteinsatzfahrzeugen konzentriert werden. Bisher werden Notärzte zuweilen aus ihrer Praxis oder von zu Hause abgeholt. Dies entfällt künftig, wodurch wertvolle Zeit eingespart wird.

Insgesamt habe Tremmel deutlich gemacht, dass man den Rettungsdienstbedarfsplan in seiner Gesamtheit mit all seinen Komponenten betrachten müsse. Denn nur im Zusammenspiel aller Maßnahmen werde es möglich sein, die Hilfsfristen planerisch zu 99 Prozent zu erreichen.

Michael Sittler dankte Thomas Tremmel für seine detaillierten Ausführungen: „Die Potenziale, die die Systemumstellung im Bereich der Notärzte mit sich bringen könnten, sind deutlich geworden, allerdings gibt es zu diesem Punkt noch einige Fragen in der Fraktion. Die zusätzlichen Rettungswachen und Rettungsfahrzeuge werden den Bürgerinnen und Bürgern spürbar zu Gute kommen!“ Durch die Koppelung von Notarzt und Notarzteinsatzfahrzeug könnten zudem Hilfsfristen besser erreicht werden. „Mit Blick auf gerade in sozialen Medien geführte Diskussionen ist es nun wichtig deutlich zu machen, dass es nicht darauf ankommt, wo ein Notarzteinsatzwagen abfährt, um dann einen Arzt abzuholen, sondern wann der Arzt tatsächlich an der Einsatzstelle ankommt“, macht Sittler klar. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüße den jetzt vorgelegten Rettungsdienstbedarfsplan und werde sich konstruktiv in die anstehenden Beratungen im Kreisgesundheitsausschuss einbringen.

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