Brennstoffzellen Antriebsform der Zukunft?

v.l.: Michael Sittler, Anke Flender, Heiko Becker, Fabian Kapp Bild: Sandra Peiser

Fabian Kapp informierte SPD-Fraktion

Fabian Kapp von der Firma Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG aus Netphen stellte der SPD-Kreistagsfraktion in ihrer letzten Sitzung die Nutzungsmöglichkeiten von Brennstoffzellen vor. Die von der Firma Gräbener Maschinentechnik entwickelten Anlagen zur Herstellung von Mikrostrukturplatten werden u.a. auch im Bereich der Herstellung von Brennstoffzellen eingesetzt. Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff in Wasser um, wobei die dabei freiwerdende Energie in Form von elektrischem Strom z.B. zum Antrieb eines PKW oder in der Haustechnik genutzt werden kann. Die Wasserstoff-betriebenen PKW benötigen im Gegensatz zum Elektroauto nur kleine Batterien, deren Herstellung u.a. aus Umweltaspekten zunehmend umstrittener ist. Für den breiten Markt ist die Technologie auf Grund der noch hohen Produktionskosten und der wenig vorhandenen Wasserstofftankstellen-Infrastruktur – in Siegen geht die kreisweit Erste Ende des Monats an den Start – zzt. noch nicht attraktiv. Dies soll sich nach den Vorstellungen von Herrn Kapp aber zukünftig ändern, der neben dem offensichtlichen Vorzug von Wasserstoff-PKWs, der Emmissionsfreiheit, den möglichen Wasserstofftransport vorstellte. So könne man Wasserstoff bis zu einer Konzentration von 10 Prozent dem Erdgas zumischen und in den bereits vorhandenen Erdgasnetzen bis zum Endverbraucher transportieren und dort wieder aus dem Gasgemisch herauslösen.

Die Fraktionsmitglieder erkundigten sich auch nach dem hohen Energiebedarf zur Herstellung von Wasserstoff, der u.a. auch als „Nebenprodukt“ der Chemischen Industrie abfällt. Diese seien zwar hoch, allerdings wäre Wasserstoff auch ein sehr viel besserer Energiespeicher als Batterien.

Fraktionsvorsitzender Michael Sittler bedankte sich bei Herrn Kapp für die anschaulichen Informationen zu diesem komplexen Thema und versprach, dass sich die Fraktion diesem Thema bei ihren intensiven Beratungen zum Themenkomplex der Mobilität der Zukunft weiter widmen werde. Er machte aber auch deutlich, dass aus seiner Sicht die Umwelt- und Verkehrsprobleme durch eine Umstellung „eins-zu-eins“ auf welche Systeme auch immer nicht gelöst werden können. „Dazu bedarf es einer grundlegenden Änderung unseres Mobilitätsverhalten, nicht nur der Antriebsarten“, so Michael Sittler.

 

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