SPD votiert für Machbarkeitsstudie

Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zu den Talsperren aus.

Bild: Roland Abel

Trinkwasserversorgung notwendige Daseinsfürsorge

Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zu den Talsperren aus. In der letzten Sitzung des Umweltausschusses wurde von Ausschussmitgliedern wiederholt die Notwendigkeit einer weiteren Talsperre für den Kreis Siegen-Wittgenstein bestritten. Eine spürbare Folge des Klimawandels und der damit einhergehenden klimatischen Veränderungen ist, dass sich die Niederschlagsmengen im sonst so Regen gewohnten Kreis Siegen-Wittgenstein deutlich und durchaus messbar verändert haben. Die Jahresniederschlagsmengen an Obernau und Breitenbach lagen in den Jahren 2018 und 2019 knapp ein Drittel unter den Werten der Vorjahre.

Zusätzlich führten hohe Temperaturen zu vermehrtem Wasserverbrauch. Die beiden Talsperren im Kreisgebiet sind derzeit nur zu 55,5% gefüllt. Das dort gestaute Wasser kann allerdings nicht vollständig zur Gewinnung von Trinkwasser gewonnen werden, die Entnahme ist i.d.R. nur aus der kälteren Tiefwasserzone der Talsperren möglich. Da bereits nach zwei extremen Sommern hintereinander die Füllmengen deutlich unter den Mittelwerten der Stauinhaltskurven seit Inbetriebnahme der Talsperren liegen, sollten aus Sicht der SPD-Fraktion Politik und Verwaltung ihrer Aufgabe der Daseinsfürsorge nachkommen und mögliche Standorte für eine weitere Talsperre im Kreis Siegen-Wittgenstein prüfen. Dabei steht aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion die gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser an erster Stelle der Abwägungen. Den Ansatz, dass relevante Ersparnisse beim Wasserverbrauch zu erzielen seien hält die SPD für nicht realisierbar. Durch die in den vergangenen Jahren bereits erfolgten Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung des Wasserverbrauches wurde es in den Kommunen notwendig die Abwasserleitungen aus hygienetechnischer Sicht durch zusätzliche Kanalnetzspülungen von geruchsbildenden Ablagerungen zu befreien. Eine weitere Einsparung würde diese Problematik verschärfen und zusätzlich aufwendige Wasserspülungen verursachen.

Den im Umweltausschuss geäußerten Vorschlag, statt einer Talsperre die Haushalte mit Regenwassertonnen auszustatten hält die SPD-Fraktion für unsachlich.

Die beiden nun zu untersuchenden Standorte sind im Rahmen einer Voruntersuchung vor mehreren Jahrzehnten als möglicherweise geeignete Standorte für Talsperren festgelegt worden. Die SPD -Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus zunächst diese Standorte zu prüfen, sollten sich beide Standorte dann als nicht geeignet erweisen sollte in einem nächsten Schritt nach anderen Standorten gesucht werden.

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