Mietkosten belasten Kommunen mehr

„Der Bedarf ist offensichtlich“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Sittler. Aktuell hat der Kreis für 147 Mitarbeiter 114 Räume mit einer Bürofläche von ca. 3.300 m² Flächen angemietet. „Die Mietzahlungen sind ein ganz erheblicher Kostenfaktor, den wir mit Blick auf die Kreisumlage gerne senken möchten“.

Bild: Roland Abel

Bauvorhaben weiterhin sinnvoll

„Warum soll ich anderen Leuten mit meiner Miete ihr Haus finanzieren, wenn ich für das gleiche oder weniger Geld selbst Eigentum schaffen kann?“

Diese Frage stellen sich jedes Jahr viele Siegerländer und Wittgensteiner. Auch der Kreistag hat sich mit dieser Frage beschäftigt und ist mit breiter Stimmenmehrheit aus den Fraktionen von SPD, FDP,  Bündnis 90/Die Grünen, Linke und UWG zu dem Ergebnis gekommen, dass es für die Kreisverwaltung mehr Sinn macht, in dieser historischen Niedrig-Zinsphase ein eigenes Verwaltungsgebäude zu errichten, als über Jahrzehnte immer weiter steigende Mieten zu zahlen. Das macht die SPD Kreistagsfraktion jetzt noch einmal deutlich.

 

„Der Bedarf ist offensichtlich“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Sittler. Aktuell hat der Kreis für 147 Mitarbeiter 114 Räume mit einer Bürofläche von ca. 3.300 m² Flächen angemietet. „Die Mietzahlungen sind ein ganz erheblicher Kostenfaktor, den wir mit Blick auf die Kreisumlage gerne senken möchten“.

Den Vorschlag für die Errichtung eines eigenen Gebäudes hatte ein Ausschuss erarbeitet, der Lösungen für die Deckung des Flächenbedarfs der Kreisverwaltung erarbeiten sollte.  Experten, u.a. von der NRW Bank, hatten den Neubau als wirtschaftlichste Lösung empfohlen. Im Ausschuss hat das auch die CDU noch so gesehen. Erst als die Union den Kreistag als Showbühne für sich entdeckt hat, wurde mit viel Theaterdonner der gemeinsam von allen Fraktionen arbeitete Vorschlag plötzlich in der Luft zerrissen. Dafür gab es dann auch parteiübergreifend aus allen anderen Fraktionen wenig Verständnis und viel Kritik.

„Hier scheint die CDU, wohl in Ermangelung eigener Themen und Ideen, ihre vermeintlichen Wahlkampfinteressen über die wirtschaftliche Vernunft zu setzen“, vermuten die Sozialdemokraten.

 

Fazit der SPD: Verwaltungen – egal ob Stadt oder Kreis – werden auf absehbare Zeit weiterhin einen erheblichen Raumbedarf für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Weil u.a. der Besuch eines Bürgers „auf dem Amt“ eben kaum bei einem Mitarbeiter im „Home Office“ stattfinden kann. Auch verfügt bei weitem nicht jeder Verwaltungsangestellte über einen geeigneten Raum für die Arbeit zu Hause. Bleibt die Frage: Wie deckt man diesen Raumbedarf am kostengünstigsten? „In einer historischen Niedrigzins-Phase und einer Zeit immer weiter steigender Mieten ist der Kreistag nach sorgfältiger Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein eigenes Gebäude wirtschaftlicher darzustellen ist, als Mietzahlungen über viele Jahrzehnte. Schade, dass die CDU in Wahlkampfzeiten wirtschaftlichen Sachverstand durch puren Populismus ersetzt – zum Schaden aller Bürgerinnen und Bürger!“, so die SPD.

 

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